Hessisches Hinterland

Aus Geschichte im Hinterland
Wechseln zu: Navigation, Suche

Diese Website bezieht sich lokal auf das Hessische HinterlandWikipedia-logo.png im weitesten Sinne.

Karl Huth schrieb zum Thema Hessisches Hinterland:

„Der Landkreis Biedenkopf bildete bis 1867 mit dem ehemaligen Amt Battenberg einen Teil des Großherzogtums Hessen-Darmstadt. Weit von der hessischen Hauptstadt entfernt, erhielt dieses Gebiet den Namen Hessisches Hinterland. Bis zum Übergang an Preußen grenzte es im Westen an die Grafschaft Nassau-Oranien und die Grafschaften Sayn-Wittgenstein-Hohenstein und Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Im Norden und Osten waren ihm das Kurfürstentum Kassel und im Süden das Königreich Preußen benachbart. – In schmaler, langer Ausdehnung erstreckt sich der Kreis von Norden nach Süden und nimmt den Ostrand des Rheinischen Schiefergebirges – Rothaargebirge und Westerwald ein. Die Gebirgszüge haben eine Höhe von 220 bis 674 Meter. Das Berg- und Hügelland wird von zahlreichen Gewässern – Eder, Lahn, Perf, Dautphe, Salzböde und Allna – durchquert. Den Flusstälern von Eder, Lahn und Salzböde folgend, öffnet sich die Landschaft zum Marburger Becken hin. Die Verkehrswege richteten sich in ihrem Zuge nach den genannten Flussläufen. Eine für die Entwicklung des Gebietes erforderliche Nord-Süd-Straße fehlte. Geologisch gehört das Gebiet hauptsächlich zur Devon- und Culm-Formation, in denen Schiefer, Grauwacke und Diabas überwiegen. Die Eigenart des Hinterlandes beruht auf der einmaligen Schönheit des Landschaftsbildes; Berge und Täler beschenken das Land mit wechselnden Bildern. Abgeschirmt gegen die Hast und die Unruhe des großen Durchgangsverkehrs bietet die Landschaft eine traute Harmonie.“[1]

Hier eine Übersichtskarte (zeitliche Geltung ?):

Karte Kreis Biedenkopf.jpg

Quelle

  1. Karl Huth: Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Landkreises Biedenkopf 1800–1866. Hrsg.: Kreisausschuss des Landkreises Biedenkopf. Biedenkopf 1962, DNB 452150744.